Making a Cello From Carbon (by hand)

Mein mezzoforte ist (für mich) ungeschlagen – auch weil es massiv eingespielt, hart aufgerüstet und so eingestellt ist, wie es niemand sonst spielen würde. Manchmal muss man eisern sein und seinen Sound durchziehen gegen alle Widerstände. Es ist immer wieder interessant, dass Stradivari und der ganze alte Krempel experimentelle und zeitgemäße Updates bekommt. Weg mit den Dogmen. Stehenbleiben ist sinnlos. 17hundertnochwas – das war mal. Sicher hat sich der alte Kram bewährt, hat aber auch seine Mankos. Draußen und im roughen Einsatz macht Holz kein Spaß. Draufrumhämmern wie ein Bekloppter – mit Holz kannste das abessen. Holz: jeder wie er mag – für mich absolut uninteressant. Was man an Carboncelli verschiedener Hersteller so anhören und spielen kann ist upper class, kein crap. Habe mittlerweile so viel ausprobiert. Die sind allesamt kein Kinderspielzeug. Die Celli sind alle komplett verschieden und weisen differente Charakter auf – wie bei Holz. Du bekommst den ganz alten Sound oder eben was Modernes. Wer was Robustes braucht, der greift zu Carbon, da kannst du noch so attern. Die Preise als auch die Qualität werden bei Carboncelli steigen. Und Vintagefaktor fand ich schon immer kitschig. Und relativ krass realistische Holzoptik geht optional immer noch on top. Wenn man sich überlegt, was die letzten fünf Jahre alles an Entwicklungen passiert ist und man nochmal fünf Jahre in die Zukunft schaut – einfach nur irre.