DI-Test (High Gain) / Countryman Type 85 vs RME Babyface Pro vs Radial JDI Guitar DI

Einen klaren Gewinner gab es nicht. Aber RME flog erstaunlicherweise raus. Hatte oft fehlende Brightness – verglichen mit den anderen DIs. Kann aber auch sein, dass die anderen beiden zum Schönfärben neigen. Die Audio-Interfaces von RME sind klasse, keine Frage. Routing-Möglichkeiten dank TotalMix-Software und kompromisslos stabile Treiber. Mir ist noch keines meiner beiden Audio-Interfaces jemals abgeschmiert. Aber die Wandler in den RME-Teilen sind meiner Ansicht nach von den Leuten überschätzt. Sie sind okay, aber nicht first class.

Meine Favoriten – kurz vor 6 übermüdet über KS Digital C55 / Fireface UCX abgehört:

Riff 1: Countryman
Riff 2: JDI
Riff 3: Countryman
Strummiung: Countryman
Chugs: JDI

Hab den Test zweimal durchlaufen. Kam auf das gleiche Ergebnis raus.

Neural DSP Quad Cortex

Das war das erste Mal, dass ich mich auf eine Werbeeinblendung auf Facebook gefreut habe. Der Hype ware von null auf hundert enorm. Innerhalb 2-3 Tagen war die erste pre-order von 1.000 units komplett weggegriffen. Zum Glück war ich trotz kurzer Bedenkzeit zügig dabei. Die zweite Batch soll November 2020 ausrollen. Verschlafene haben noch mal Schwein gehabt…

Exzellent! Das ist mal eine Maschine und genau das, wonach ich gesucht habe. Man sieht jetzt schon, dass hier Liebhaber und Musiker am Werk sind. Das Ding stimmt einfach von vorne bis hinten. Geliefert wird roundabout September 2020. Das wird ein geiler Herbst.

Habe nur einen Wunsch: dass der hakelige DC-Input durch USB-C power supply ersetzt wird. Dann kann das Gerät genialerweise und unkompliziert via Powerbank betrieben werden. COME ON GUYS!

Ein SD-Kartenslot wäre auch klasse. Falls es später möglich sein wird, dass man mit dem Quad Cortex eine Loopstation (mit 8 Track? 😀 ) ersetzen kann und die Aufnahmen automatisch auf die SD-Karten gespeichert werden usw. Meckern auf hohem Niveau. So oder so – das Ding wird die absolute Killermaschine…

Jetzt muss ich 2020 viele Konzerte spielen… Beim pre-order musste man 200€ / USD anzahlen und wird später die „restlichen“ 1.300 € / USD überweisen. Kein läppischer Betrag. Aber das Ding ist robust gebaut, hat eine klare Struktur, scheint gut programmiert zu sein, braucht einfach mal keine 230V, hat innovative knob-footcontroller (?!) usw. – das Ding wird der Knaller!

A Very Unusual Use of The DM1 DYNAMITE

Mal schauen, ob Dynamit meinem neuen, klasse klingenden, aber doch recht leisen Cello-Tonabnehmer (48V) auf die Sprünge helfen kann… Der Rest der Kette stimmt bereits: Earthworks 521 ZDT > RME Babyface Pro. Die EIN-Werte dieser Geräte sind bereits exzellent und im Grunde stimmt der Sound bereits. Aber etwas nervige Hiss-Geräusche sind immer noch da. Gates alleine halfen nicht. Falls Dynamit in diesem Setup nicht helfen sollte, kein Problem – dann wird es eben für Aufnahmen anderer Mikrofone verwendet. Sicher nicht verkehrt, solch ein Tool zuhause rumliegen zu haben.

Schwalbe Airless System & XFreeTire

Fahre ich seit September 2018. Der Knaller. Platten? Kenne ich nicht mehr. 70km unterwegs in der Pampa bei praller Hitze oder im Winter bei Schnee oder im Regen und ohne Werkzeug und Backup-Reifen/-Schlauch unterwegs und auf einmal macht es Peng? Nicht mehr. Ruhiges Fahren ohne Stress im Hinterkopf. Absolut genial. Schwöre drauf. Vorher fuhr ich u.a. Schwalbe Marathon Plus, die sog. „Unplattbaren“ – für mich keine Lösung.

Waren 220€ all-in (Reifen + Montage) bei Rad Mitte in Magdeburg.

Großartig, super, genial. Schlauch aufpumpen war nie meins. Du willst Radfahren, nicht ständig jede Woche dir Gedanken machen, dass was gemacht werden muss am Rad. Sorgenfrei Radfahren. Wartungsarm. So soll es sein. Herrlich!

Nachteil: derzeit – hoffe, dass sich das noch ändert – gibt es diese luftlosen Reifen von Schwalbe leider nur als 28″-Variante. Alternativ für mein Lastenrad fand ich einen anderen Anbieter: XFreeTire:

Gut, dogmatische Oldschool-Fahrradpuristen bleiben wahrscheinlich bei nervigen Luftschläuchen. Für mich jedoch gibt’s kein Zurück in die grauslige Vergangenheit mit Platten und Pumpen. Habe einmal ein Fahrradschlauch (oder war es ein Reifen?!) in der Straßenbahn knallen hören. Dachte, es war ein Terroranschlag. Was war das laut. Dachte, mir platzen die Ohren weg. Gottes Willen…

Feeling Schwalbe Airless System: wie 3,5bar

Feeling XFreeTire: wie 5-6bar bzw. 7-8bar

Making a Cello From Carbon (by hand)

Mein mezzoforte ist (für mich) ungeschlagen – auch weil es massiv eingespielt, hart aufgerüstet und so eingestellt ist, wie es niemand sonst spielen würde. Manchmal muss man eisern sein und seinen Sound durchziehen gegen alle Widerstände. Es ist immer wieder interessant, dass Stradivari und der ganze alte Krempel experimentelle und zeitgemäße Updates bekommt. Weg mit den Dogmen. Stehenbleiben ist sinnlos. 17hundertnochwas – das war mal. Sicher hat sich der alte Kram bewährt, hat aber auch seine Mankos. Draußen und im roughen Einsatz macht Holz kein Spaß. Draufrumhämmern wie ein Bekloppter – mit Holz kannste das abessen. Holz: jeder wie er mag – für mich absolut uninteressant. Was man an Carboncelli verschiedener Hersteller so anhören und spielen kann ist upper class, kein crap. Habe mittlerweile so viel ausprobiert. Die sind allesamt kein Kinderspielzeug. Die Celli sind alle komplett verschieden und weisen differente Charakter auf – wie bei Holz. Du bekommst den ganz alten Sound oder eben was Modernes. Wer was Robustes braucht, der greift zu Carbon, da kannst du noch so attern. Die Preise als auch die Qualität werden bei Carboncelli steigen. Und Vintagefaktor fand ich schon immer kitschig. Und relativ krass realistische Holzoptik geht optional immer noch on top. Wenn man sich überlegt, was die letzten fünf Jahre alles an Entwicklungen passiert ist und man nochmal fünf Jahre in die Zukunft schaut – einfach nur irre.